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Hildesheimer Basis für Start-up-Unternehmer

Luxusuhren im Internet verkaufen? Eine Geschäftsidee, die das Bamberger Start-up-Unternehmern Horando entwickelt hat.

Der Hildesheimer Dominik Groenen hat zugegriffen und gleich die ganze Firma an die Innerste geholt. Und 1,5 Millionen Euro Starthilfe für die Newcomer eingesammelt. „Wir schöpfen nicht nur die Potenziale aus Hildesheim ab, wir holen auch welche von außerhalb hierhin“, sagt Groenen zur Eröffnung der zweiten Etage der Orangery am Bismarckplatz.

Dort, von wo vormals die Autobahnpolizei die A 7 im Blick behalten hatte, soll sich laut Groenen nun die Modernisierung der Arbeitswelt vollziehen: kreativ, flexibel und wachstumsfreudig. Das Credo seines Teams: Alle arbeiten zusammen, auch wenn jeder sein eigenes Projekt voranbringen will. Co-Working nennt sich das. Die Orangery stellt dabei Informatiker und Grafiker zur Verfügung, die sich von der Visitenkarte bis zum Online-Auftritt um die Vermarktung kümmern. Oder eben Geld auftreiben.

Auch Martin Kind ist im Boot

Bei der Eröffnung sitzt auch der Unternehmer Martin Kind im Publikum. Auch er zählt zu den Sponsoren, die der Orangery eine große Zukunft zutrauen.

Die traut ihr auch Hildesheims Oberbürgermeister Ingo Meyer zu, der in seiner Eröffnungsrede einräumt, dass er 2015 noch skeptisch war, als ihm Groenen seine Pläne für die Start-up-Schmiede Orangery vorgestellt hatte: „Aber ich hatte trotzdem das Gefühl, der Mann weiß, wovon er spricht.“ Vier Jahre später dankt er ihm für seinen kreativen Impuls für Hildesheim: „Das, was hier geschieht, ist für die Stadt riesig.“

Ziel: eine Data-Community werden

Rund 200 Gäste sind am Freitagabend gekommen, um sich anzuschauen, wie die Orangery funktionieren soll. Einen Einblick hat auch Jakob Klement gegeben. Der 18-Jährige schreibt zwar derzeit sein Abitur, betreut aber als Jungunternehmer die Orangery und stellt dem Publikum eine frisch installierte App vor, in der die Start-up-Unternehmer untereinander den Kontakt halten können. An Selbstbewusstsein mangelt es Groenen und seinen Teammitgliedern jedenfalls nicht. Er hat sich im Internet die Marke „Berlin kann jeder“ gesichert, um damit auf die Orangery und weitere ähnliche Projekte in zahlreichen anderen mittleren Großstädten aufmerksam zu machen.

Die Ziele sind jedenfalls hoch gesteckt. „Wir wollen eine große Data-Community werden“, kündigt der junge Klement an. Das kann im Kleinen beginnen, wenn man sich für ein paar Stunden in die Orangery einmietet – oder eben ein Start-up-Unternehmen gründet. Auf sich allein gestellt, bleibt dabei keiner mehr, sagt er.

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